Wegen Facebook/Whatsapp ein Blick ins Archiv auf Google/Youtube 2006

„Bei einem Unternehmen wie YouTube, das überhaupt keinen auch nur annähernd schätzbaren Wert hat, fällt es viel leichter, einen x-beliebigen Fantasiepreis aus dem Hut zu ziehen. Und wenn die Blase das komplette Gehirn verdrängt hat, wird der sogar bezahlt.“
Die Welt

„Eine Art Kapitulation von Google“
FAZ

Google könnte im schlimmsten Fall „durch die Übernahme einer anderen Garagenfirma in existenzielle Not geraten.“
Die Zeit

„Die Internet-Branche steht Kopf, und nur vereinzelt wird jener auch geschüttelt.“
Die Welt

„Das Unternehmen produziert nichts, macht keinen Gewinn, ist gerade ein paar Monate alt. Und Google bezahlt dafür 1,65 Milliarden Dollar. Warum bloß?“
FAZ

„Eine Mega-Portion heiße Luft.“
Die Welt

„Youtube hat ein großes Problem: Youtube ist kostenlos. Wer sich in dem Videoportal als Nutzer registriert und Filme hochlädt, muß dafür keinen Cent bezahlen. Wie verdient das Unternehmen also Geld? Die traurige Wahrheit bislang: Offensichtlich verdient das Unternehmen kein Geld. Aber für einen dauerhaften Verlustbringer legt niemand 1,65 Milliarden Dollar auf den Tisch.“
FAZ

(Ich will nur dokumentieren; ich will nicht sagen, dass ein Preis von 19 Milliarden Dollar für Whatsapp ohne Einschränkungen klug ist oder dass solche Übernahmen per se den Nutzern nützen. Wobei der hohe Preis wohl auch am Spiel von Angebot und Nachfrage liegt. Facebook und offenbar Google wollten kaufen. Es gibt also nur ein Whatsapp und zwei potente Nachfrager — das treibt Preise.)

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5 Antworten auf “Wegen Facebook/Whatsapp ein Blick ins Archiv auf Google/Youtube 2006”

  1. Google wusste wie man youtube monetisieren kann. Einfach mit ihrem eigenen Kerngeschäft, der Werbung.

    Facebook macht ihr Geld auch mit Werbung. Und selbst wenn die Whatsapp Entwickler jetzt sagen, dass sie keine Werbung einbauen wollen, wird Facebook schon einen Weg finden, damit Geld zu verdienen. Spätestens dann, wenn der Messenger Markt auf nur noch 3-4 große Anbieter geschrumpft ist.
    Und so lange, finanziert sich der Dienst ja weiter wie bisher, mit den jährlichen Gebühren.

    1. Ich denke das Whatsapp dauerhaft werbefrei bleiben wird. Die Facebook Werbung ist noch relativ unspezifisch. Wenn es facebook gelingt, die Whatsapp-Konten mit den Facebook-Konten zu verbinden, haben sie ein genaueres Datenprofil der Nutzer, inklusiv Aufenthaltsorte usw. Das ermöglicht gezielteres Werben und höhere Erträge.

  2. der (mobile) messenger markt besteht momentan aus 2 anbietern (maximal 3 wenn man die standard sms einrechnet): whatsapp und facebook nachrichten

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