Bloggen? Denken!

Mein neuer Arbeitgeber hat einen neuen Blog.

Für die beteiligten Autoren ist das Digitalblog deshalb keine simple Publikationsgattung, sondern ein Chiffre für den Versuch, der vernetzten Struktur der digitalen Welt gerecht zu werden und den Dialog als Teil des Publizierens im Netz zu verstehen. Es soll ein Instrument sein, den digitalen Wandel der Gesellschaft und die anhaltenden technischen Revolutionen zu begleiten; die entstehenden Debatten zu spiegeln, zu bündeln und anzureichern.

Das gefällt mir. Es kommt meiner persönlichen Definition vom Bloggen sehr nahe: Bloggen ist öffentliches Denken. So ähnlich hat es auch schon einmal John Sides beschrieben, der Politikprofessor bloggt hier.

Ich denke außerdem (schon geht’s los mit dem öffentlichen Denken), dass es ergiebiger ist zu versuchen, das Bloggen zu definieren als den/das Blog. Bloggen als Kulturtechnik, Denk- und Arbeitsweise, dialogisch, nie abgeschlossen oder fertig, offen, transparent und deswegen individuell, weil ja ein Gehirn denkt (oder mehrere zusammen oder nacheinander).

Christoph Kappes denkt sich anders an den Blog-Begriff heran, technischer, eher von der Produktionsseite, den formalen Vorgaben.

Wer übrigens genauer wissen will, wie ich so denke, kann dies auch bei Delicious tun: Dort speichere ich Artikel, die ich mir merken will – in meinem öffentlichen mentalem Exoskelett.

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